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Kommunales Holz für kommunale Wärme als optimale Wertschöpfung

Um den hohen Wert und die Vielfalt des heimischen Holzes ging es bei der aktuellen Veranstaltung der Reihe „CDU im Dialog“. Im Namen der CDU-Kreistagsfraktion hatten ihr Vorsitzender Jens Güllering und seine Stellvertreter Günter Groß und Udo Rau nach Bogel eingeladen.

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Jens Güllering begrüßte die 30 Gäste und erlebte mit ihnen vor Ort im Holzenergiehof Bogel, wie Holzhackschnitzel entstehen. Einer der leistungsfähigsten Allroad-Selbstfahrer – der Diamant 2000 – stand auf dem Hof. Mit dieser Maschine wird beste Hackqualität erreicht. Das Herzstück des Hackers ist ein Rotor, der Hackgut von 15 bis 60 mm produzieren kann. Das imposante Gerät hat 790 PS und eine maximale Fördermenge von 500 cbm. Es ist sowohl geländegängig als auch straßentauglich. Das ist wichtig, weil es den Einsatzbereich erhöht. So setzt die Firma Albach aus dem oberbayerischen Menning die Maschine, die auch in Bogel genutzt wird, zwischen Kassel und Erfurt sowie zwischen Würzburg und Bogel ein.

Nach der beeindruckenden Vorführung im Praxiseinsatz erläuterte Forstrevierleiter Martin Janner, dass die VG Nastätten das Thema „kommunales Holz für kommunale Wärme“ bereits vor 20 Jahren erstmals umgesetzt hat.  Erste Abnehmerin war die Mühlbachschule in Miehlen. „Mittlerweile sind weitere Gebäude hinzugekommen. Wir sind heute sehr stolz darauf, dass wir damals die richtigen Weichen gestellt haben“, betonte der Forstspezialist.

Der Energiehof, den die Verbandsgemeinde in Bogel betreibt, beliefert ihre Gebäude mit Holz, das zu 100 Prozent aus den heimischen Wäldern stammt. Umgerechnet ersetzen dabei 10 000 cbm vorhandene Holzhackschnitzel rund 750 000 Liter Heizöl. „Auch wenn wir natürlich nicht alle Gebäude in der VG Nastätten an die Kesselanlagen anschließen können, kommt es auf den Energiemix an“, erklärte Martin Janner. Außerdem führe diese Verwertung zum Absatz des Rohstoffs Holz aus kommunalen Wäldern.  

Auch Lothar Kappus von der Kappus Forsttechnik GmbH und Co.KG berichtete von der guten Zusammenarbeit mit dem Holzenergiehof. Er verwies auf Klimaschäden, die an den Rheinhängen dazu führen, dass alter Baumbestand gefährdet ist. Diese Bäume leisteten aber noch einen Beitrag, wenn sie als Holzhackschnitzel verwertet werden können.

Am Ende der interessanten Veranstaltung und bei einem Glas Glühwein – organisiert von Klaus Brand und Cedric Crecelius - bedankte sich der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Günter Groß bei den Referenten. Er unterstrich den aus seiner Sicht regionalen Beitrag zur Wertschöpfung, der auch lange Transportwege vermeidet.

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Eine lebendige Gesellschaft lebt vom regen Austausch miteinander. Aus diesem Grund lädt die CDU-Kreistagsfraktion mit der Veranstaltung „CDU im Dialog“ regelmäßig - auch außerhalb von Wahlkampfzeiten - Bürger und Vertreter verschiedener Institutionen zum Gespräch ein. Die nächste CDU-im-Dialog-Veranstaltung findet in Lahnstein am 13. Februar statt. Anmeldungen nimmt die Kreisgeschäftsstelle entgegen

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