Krankenhaussterben stellt Rettungsdienst vor große Herausforderungen - CDU Landtagskandidat Birtel zu Gast in der DRK-Rettungswache in Braubach
"Danke für Ihren Einsatz, gerade auch an den Festtagen!" Mit großer Wertschätzung und einem Präsent als Dankeschön für die Arbeit an den Feiertagen schaute CDU-Landtagskandidat Andreas Birtel in der DRK-Rettungswache in Braubach vorbei, auf Einladung des DRK-Bezirksverbands Koblenz unter Leitung von Präsident Leo Biewer und in Begleitung der örtlichen CDU-Vertreter Markus Fischer, Rolf Heep, Mathias Reuter und Karola Stinner. Im Mittelpunkt: Der Austausch über die Leistungsfähigkeit des Rettungsdienstes und die wachsenden Herausforderungen für die Notfallversorgung.
DRK-Geschäftsführer Michael Schneider gab einen Überblick über die Arbeit der Integrierten Leitstelle Montabaur, die für die Landkreise Neuwied, Westerwald und Rhein-Lahn zuständig ist. Für 21 angebundene Rettungswachen, nimmt die Leitstelle täglich mehr als 1.000 Anrufe entgegen. Von hier aus werden etwa 150.000 Einsätze pro Jahr koordiniert.
CDU-Landtagskandidat Andreas Birtel (4. v. r.) besuchte mit Vertretern der CDU Braubach die DRK-Rettungswache in der Marksburgstadt. Hier informierte er sich bei DRK-Bezirkspräsident Leo Biewer (4. v. l.) und den Mitarbeitern des DRK-Rettungsdienstes über die Herausforderungen durch das Krankenhaussterben im Land.
Der DRK-Rettungsdienst beschäftigt dafür über 550 Mitarbeitende und bildet 58Sanitäterinnen und -sanitätern aus. Allein im Rhein-Lahn-Kreis wurden 2024 17.800 Einsätze gefahren, davon 2.800 in Braubach. An der Rettungswache Braubach stehen zwei Rettungstransportwagen (RTW) und zwei Krankentransportwagen (KTW) zur Verfügung. Wachenleiter Jörg Steegen verwies auf die hohen Investitionen: 300.000 bis 350.000 Euro koste ein einzelnes Einsatzfahrzeug.
Ein zentrales Thema des Besuchs war das Krankenhaussterben und der Rückgang von Notaufnahmen überall im Land. CDU-Landtagskandidat Andreas Birtel machte deutlich, dass diese Entwicklung direkte Auswirkungen auf den Rettungsdienst hat: „Weniger Kliniken bedeuten längere Transportwege und eine stärkere Bindung von Einsatzfahrzeugen. Das verschärft die ohnehin angespannte Situation im Rettungsdienst spürbar.“
Leo Biewer betonte die Bedeutung verlässlicher politischer Rahmenbedingungen: „Unsere Mitarbeiter leisten tagtäglich einen unverzichtbaren Dienst für die Bevölkerung. Damit sie diese Aufgabe auch künftig erfüllen können, braucht es Planungssicherheit und eine auskömmliche Finanzierung.“ Geschäftsführer Michael Schneider warnte: „Der Rettungsdienst fängt immer häufiger strukturelle Defizite des Gesundheitssystems auf. Das kann auf Dauer nicht funktionieren.“
Der Besuch in der DRK-Rettungswache machte deutlich, wie leistungsfähig der Rettungsdienst in der Region arbeitet – und zugleich, wie dringend nachhaltige Lösungen für die Notfallversorgung gebraucht werden. "Dafür möchte ich mich künftig in Mainz einsetzen", betonte Birtel.
