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Online-Debatte zum Thema Freiwilligendienste

Digitales Format der Jungen Union stößt auf breites Interesse

Am Dienstag, dem 10. November, hat sich die Junge Union (JU) Rhein-Lahn den neuen Freiwilligenwehrdienst im Heimatschutz der Bundeswehr zum Anlass genommen, um unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland – Wehrpflicht 2.0?“ über Freiwilligen(wehr-)dienste allgemein und ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt zu diskutieren.

Insgesamt 40 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen an der digitalen Debatte der Jungen Union teil

Unter Moderation des JU’lers Jan Lieberum konnten sich insgesamt 40 Zuhörer mit Frau Melanie Müller, Leiterin Freiwilligendienste des Paritätischen Rheinland-Pfalz / Saarland und Herrn Oberstleutnant Lutz Meier, Landesvorsitzender West des Deutschen BundeswehrVerbandes austauschen.

Schon in der theoretischen Einführung und vor allem in der anschließenden angeregten Diskussion wurde deutlich, dass Bundeswehr und Sozialverbände vor ähnlichen Herausforderungen in der Gewinnung von Freiwilligen stehen: Eine Mischung aus finanziellem Druck, demographischem Wandel und der wachsenden Erwartung, schnell eine Ausbildung abzuschließen, lassen die Bewerberzahlen in den letzten Jahren sinken.

Eine Wiedereinführung einer Dienstpflicht lehnen beide Seiten allerdings derzeit ab. So weist Herr OTL Meier darauf hin, dass die notwendigen Strukturen gar nicht mehr existieren, um so viele potentielle Dienstpflichtige sinnvoll auszubilden und einzubinden. Frau Müller stimmt ihm zu und gibt zu bedenken, dass weitere Faktoren noch gar nicht berücksichtigt würden, zum Beispiel wie man mit Verpflichteten umgehen solle, die dieser Pflicht nicht nachkommen würden. „Insgesamt war die Debatte -anders als es in den letzten Wochen zunächst anklang- weniger vom Eindruck eines Gegeneinanders dieser beiden wichtigen Institutionen geprägt, als viel mehr von dem gemeinsamen Bedarf, Freiwilligendienste wieder attraktiver zu machen“, fasst Jan Lieberum zusammen. 


Der JU-Kreisvorsitzende Cedric Crecelius betont, dass in der Debatte deutlich wurde, wie zwar die grundsätzliche Herausforderung die Gleiche sei, allerdings die Voraussetzungen aufgrund der unterschiedlichen Natur der Dienste und der anderen Rahmenbedingungen individuelle Lösungen erfordert. „Hier ist es Aufgabe der Politik, Strategien zu erarbeiten, um sowohl in Aspekten der Vergütung attraktiv zu bleiben als auch den persönlichen und gesellschaftlichen Nutzen von Freiwilligendiensten wieder stärker ins Bewusstsein zu rufen“.

Denn dass es einen solchen Nutzen gibt, ist für beide Referenten eindeutig. Beide berichten von durchgehend positiven Rückmeldungen ihrer Freiwilligen und dass viele, inklusive den Referenten selbst, auf diese Weise zunächst neue Tätigkeiten kennen und lieben gelernt haben und anschließend in den jeweiligen Berufen „kleben“ geblieben sind.





Foto 1: Insgesamt 40 Zuhörerinnen und Zuhörer nahmen an der digitalen Debatte der Jungen Union teil


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