Nach "intensiven und tiefgehenden Verhandlungen" haben sich CDU, CSU und SPD am 12. Januar 2018 auf ein Sondierungspapier geeinigt, auf dessen Grundlage Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer stabilen Regierung geführt werden sollen.Bei der Vorstellung der Sondierungsergebnisse betonte die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel, mit den Vereinbarungen seien die Voraussetzungen geschaffen worden, auch in 10 bis 15 Jahren in Deutschland gut leben zu können. Es gehe um umfassende soziale Sicherheit und Zukunftsinvestitionen in das Land und besonders die Familien und Kinder. Angela Merkel sprach von einem "Papier des Gebens und des Nehmens, wie es sein muss, das dann für unsere Gesellschaft einen breiten Bogen aufspannt." Die CDU-Verhandlungsgruppe habe das Verhandlungsergebnis, das auf einer breiten Basis stünde und an dem viele mitgewirkt hätten, einstimmig gebilligt.
Der Vorsitzende der CSU, Horst Seehofer, betonte, er sei mit dem Ergebnis "hochzufrieden". Grundhaltung sei gewesen, Verbesserungen für den Menschen "von der Kita bis zum Pflegeheim" zu erreichen. Der Parteivorstand der CSU werde am kommenden Montag über die Aufnahme von Koalitionsgesprächen entscheiden. Der Vorsitzende der SPD, Martin Schulz, erklärte, dass die SPD-Führung ihrem Parteitag einstimmig empfehlen werde, mit der CDU und der CSU Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Regierung aufzunehmen.
Am Mittag hat der CDU-Bundesvorstand die Ergebnisse der Sondierungsgespräche diskutiert und diese einstimmig begrüßt. Im Anschluss an die Sitzung erklärte CDU-Bundesgeschäftsführer Klaus Schüler, dass der CDU-Bundesvorstand in dem Papier eine gute und tragfähige Grundlage sehe, um in Koalitionsverhandlungen einzutreten.
Der Respekt vor den Partnern gebiete es, jetzt den Meinungsbildungsprozess bei den anderen Parteien abzuwarten. "Die CDU hat in den Sondierungen gezeigt, dass sie entschlossen ist, ihre Verantwortung gegenüber dem Land und den Wählerinnen und Wählern mit der gebotenen Ernsthaftigkeit und Entschiedenheit wahrzunehmen", so Schüler. Er bekräftigte die Bereitschaft der CDU, möglichst zügig zu einer stabilen und handlungsfähigen Regierung für unser Land zu kommen.
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