CDU im Dialog: „Bundespolizei in Diez: mit Sicherheit, mit Perspektive, miteinander!“
Vorsitzender Matthias Lammert (MdL) und die beiden Stellvertreter Günter Groß und Udo Rau luden diesmal nach Diez ein. Unter dem Titel „Bundespolizei in Diez: mit Sicherheit, mit Perspektive, miteinander“ stand die Veranstaltung der „CDU im Dialog“-Reihe in Diez. CDU-Kreis- und Fraktionsvorsitzender Matthias Lammert (MdL) freute sich, einige Gäste zu 34. Ausgabe der Veranstaltungsreihe besonders begrüßen zu können: Kreisbeigeordneter Kar-Werner Jüngst, der Beigeordnete Stadt Diez Edgar Groß sowie die Vorsitzende des Diezer CDU-Ortsverbandes Jeska Middelhaufe waren - neben zahlriechen Besuchern - ins Hotel „Wilhelm von Nassau“ gekommen. Der innenpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Lammert, der als Diezer sehr froh über die Anschlussnutzung der Kaserne ist, hob in seiner Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit der Leitung der Bundespolizeiausbildungsstätte hervor.

(von links) Günter Groß, Renè Kexel, Mathias Lammert, Udo Rau und Karl-Werner Jüngst
Ein von seiner Aufgabe und der Bundespolizeiausbildungsstätte in Diez begeisterter Polizeidirektor Renè Kexel erläuterte sehr anschaulich die Schwerpunkte der neuen Einrichtung. Zunächst einmal umriss er die Aufgaben der Bundespolizei, die im System der inneren Sicherheit in der Bundesrepublik Deutschland umfangreiche und vielfältige polizeiliche Aufgaben wahrnimmt: insbesondere in den Bereichen Grenzschutz, Bahnpolizei und Luftsicherheit. Im Rahmen dieser Aufgaben ist die Bundespolizei auch in der Kriminalitätsbekämpfung tätig, so Renè Kexel. Das Thema „Terror“ sparte der Polizeidirektor ebenfalls nicht aus und erläuterte an Hand mitgebrachter Statistiken, dass die Anzahl toter Opfer bei Terroranschlägen in West-Europa seit vielen Jahren rückläufig sei. Die meisten Todesopfer in Deutschland seien durch Krebs und Herzkreislaufversagen zu beklagen, auch wenn oft ein anderer Eindruck entstünde. Des Weiteren ging Renè Kexel, der während seins Vortrags zahlreiche Fragen der Besucher beantwortete, darauf ein, warum denn Diez als Standort ausgesucht worden sei. Wenn man sich die Karte der Bundesrepublik betrachte, sei Diez infrastrukturell recht günstig an der Autobahn angebunden. Dies wiederum hat zur Folge, dass man auch schnell in Ballungsräume „ausrücken“ könne, um bei Bedarf zu unterstützen. Erfreulich sei, so der Fachmann, dass die über 42.000 Mann starke Bundespolizei in den nächsten Jahren weiter aufgestockt werde. Dies habe Bundesinnenminister Thomas de Maiziere versprochen und die aktuellen Zahlen sprechen auch für sich. Viele der Anwesenden – die die Diezer Kaserne kennen - wollten natürlich auch wissen, wie denn der Schulalltag der neuen Auszubildenden aussieht. Auch das konnte Polizeidirektor Kexel anschaulich vermitteln. Last but not least warb der Leiter der Bundespolizeiausbildungsstätte dafür, junge Menschen auf diesen interessanten Beruf hinzuweisen. Wer flexibel ist, das Herz am rechten Fleck hat, gerne im Team arbeitet und geistig und körperlich fit ist, hat beste Voraussetzungen auf einen interessanten Job bei einem attraktiven Arbeitgeber.
Günter Groß, stv. Faktionsvorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, dankte in seinem Schlusswort dem Referenten für diese spannenden Einblicke und freute sich schon darauf, im nächsten Jahr die Bundespolizeischule mit der Fraktion vor Ort zu besuchen zu können. Besonders begrüßte Günter Groß das Bekenntnis der Polizei zum Standort Diez, der laut Aussagen aller Verantwortlichen, auf viele Jahre gesichert sei.
Die nächste „CDU im Dialog“ Veranstaltung findet am 29. Januar 2018 in Hahnstätten statt.

Zahlreiche Besucher waren gekommen, um sich aus erster Hand informieren zu lassen.



Die 33. Dialog-Veranstaltung führte die Kommunalpolitiker und zahlreiche Gäste nach Nastätten in die Nicolaus-August-Otto-Schule. Modern, offen und mit gut durchdachtem Konzept: So stellte Schulleiter Ulrich Landes seine Schule vor. Die Kommunalpolitiker waren beeindruckt von der Leistungsfähigkeit der Bildungseinrichtung. Gleichzeitig erkannte man auch Unterstützungsbedarf durch den Landkreis als Schulträger sowie durch das Land Rheinland-Pfalz. Die Nicolaus-August-Otto-Schule ist die einzige Integrierte Gesamtschule im Rhein-Lahn-Kreis. Schüler mit Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialempfehlung werden gemeinsam unterrichtet und können unterschiedliche Bildungsabschlüsse, bis hin zum Abitur, erreichen. Die Schule verfolgt das Ziel, dass jedem Schüler durch individuelle Förderung die optimalen Entwicklungschancen geboten werden. „Der Klassenverband setzt sich aus Leistungsstarken und –schwachen zusammen. Der Erwerb sozialer Kompetenzen, die Wertschätzung individueller Fähigkeiten sowie die Wahrnehmung sozialer Unterschiede sind Leitlinien des pädagogischen Konzepts. Leistungsbereitschaft, Selbstständigkeit und Durchhaltevermögen der Kinder und Jugendlichen gestärkt werden. Wir verstehen uns als `Miteinander-Schule´“, erklärt Schulleiter Landes. Matthias Lammert weiß, dass als Grundvoraussetzung ausreichend Lehrer zur Verfügung stehen müssen. „Das Land muss mehr Geld in Lehrpersonal stecken. Aktuell ist Unterrichtsausfall an der Tagesordnung. Hinzu kommen befristete Arbeitsverhältnisse, die sicherlich nicht zur Motivation der Pädagogen beitragen. Man darf nicht auf dem Rücken der Kinder sparen.“ Er versprach, dass die rheinland-pfälzische CDU das wichtige Thema weiterhin konsequent im Landtag verfolgen werde. Die Inklusion von Kindern mit erhöhtem Förderbedarf und die Integration Schülern mit nichtdeutschsprachigem Elternhaus stellt Schulen und Lehrpersonal vor stetig wachsende Herausforderungen.